Buschkauler Feld
Sehr groß - die Fläches des angedachten Neubaugebietes.

Kein Planungsverfahren in Witterschlick ist so umstritten wie das Buschkauler Feld: Knapp die Hälfte des Rates hat nun mit unseren Anträgen umfangreiche Änderungsanträge eingereicht, die die städtebauliche Ausrichtung des Planes grundsätzlich in Frage stellen.

Es geht darin um weniger Flächenverbrauch, Klimaschutz, regenerative Energien, die notwendige Anpassung an zukünftig zu erwartende Wetterextreme und letztlich um die Verkleinerung des ganzen Projektes. Aber auch um die immer noch unbeantwortete Fragen nach der Wirtschaftlichkeit für die finanzschwache Gemeinde und ihren Haushalt. Braucht Alfter dann eine neue Schule und eine neue Kita in Witterschlick?

Es ist unverständliche, dass Schumacher nun den Aufstellungsbeschuss in Corona-Zeiten am 14.5.2020 durch einen als „Not-Rat“ fungierenden Haupt-und Finanzausschuss beschließen lassen will.

Im Eilschritt solle es weitergehen: Geplant ist die Offenlage Ende Juni zu beschließen. Dann könnte sich die Öffentlichkeit den Plan in den Sommerferien anschauen.

Klimafolgenanpassungskonzept muss Beachtung finden

Zur Zeit wird für die Gemeinde Alfter mit öffentlichen Mitteln ein „Klimafolgenanpassungskonzept“ erstellt, das im Herbst vorgestellt werden soll. Dieses soll für kommunale Planungen wirkungsvolle Maßnahmen in Planverfahren aufzeigen, mit den Folgen des Klimawandels umzugehen. Wichtiger noch, es sollen dort die rechtlichen Möglichkeiten, diese Planungsziele auch umsetzen zu können, für die Verwaltung aufbereitet werden. Es ist vollkommen widersinnig, jetzt das Planverfahren weiter voranzutreiben und dieses Konzept nicht abzuwarten, um dann dessen Ergebnisse bestmöglich in den Plan einzuarbeiten. Grade die Jahre 2018 und 2019 haben uns gezeigt, wie hart und schnell uns die Klimafolgen treffen können. Eine nachträgliche Anpassung an Klimafolgen wäre politisch unverantwortlich, planerisch willkürlich und hochgradig unwirtschaftlich.

Schumacher macht unverhohlen Druck auf die politischen Entscheidungen: Es stünden viele Interessenten in der Warteschlange.
Im Gegensatz dazu wurde beim Verfahren bisher gemächlich agiert. Am 6.September 2016 wurde der Plan in der jetzigen Abmessung vorgestellt. Die letzte Gemeindeentwicklungsausschusssitzung zum Thema war am 22.November 2018. Es gab Zeit ohne Ende, aber kaum Beratung. Es erscheint mehr als merkwürdig und unseriös, dass Interessenten konkrete Terminhoffungen gemacht werden, ohne dass der Rat und seine Gremien ihre Arbeit verantwortungsvoll zu Ende gebracht haben.

Der Rat darf sich nicht drängen lassen. Es gibt kaum noch bebaubare Flächen in Alfter. Wir müssen diese nicht mit mittelmäßiger Planung verramschen. Es zeichnet sich ab, dass Schumacher ein großes Projekt durchdrücken möchte, das für große Teile der Bevölkerung nicht konsensfähig ist. Dem von Schumacher vorgelegten Plan werden die FREIEN WÄHLER Alfter nicht zustimmen.

Unsere Anträge: Verkleinerung des Baugebietes, Passiv Bauweise, Einbindung von Fotovoltaik, lesen Sie hier:

Einbindung des Klimafolgenanpassungskonzept, lesen Sie hier: